Beiträge von Alanis Tatius

    Alanis räusperte sich.


    "Von der Schneise bitte ich abzusehen, das Land mag so etwas gar nicht gerne und ist ziemlich sensibel."


    Sie holte eine dritte Tasse hervor und goss allen Tee ein. Dann verteilte sie den Tassen an den Monsterjäger und die Schlangenhexe, bevor sie selbst über die heiße Flüssigkeit pustete und einen Schluck nahm.


    "Vladim, wiederhol das nicht immer. Ich bin nicht vergrätzt und so langsam bekomme ich den Eindruck, Du sagst es so oft, damit es wahr wird. Vielleicht solltest Du an Deiner Einstellung arbeiten, denn Taten folgen aus der inneren Haltung."


    Ihre Stimme war freundlich, doch eine gewisse priesterliche Ernsthaftigkeit war nicht zu verleugnen.


    "Waffenstillstand klingt auch für mich gut - ich möchte nicht, dass jemand zu Schaden kommt. Weder Wesenheiten noch das Land. Wenn Ihr etwas braucht, lasst es mich wissen."

    Alanis schüttelte den Kopf.


    "Ich warte, bis sie aufwacht und wieder auf den Füßen ist. Es hat Euch beide ganz schön gebeutelt, ich will nicht, dass Ihr nochmal irgendwie aneinander geraten."


    Skepsis war auf ihrem Gesicht zu sehen, aber auch Zuneigung.


    "Ich meine, ich bin sicher, dass das gerade keiner von Euch plant, aber man weiß ja nie."

    Eine Schuhspitze traf Vladims Schienbein, allerdings nicht sonderlich hart.


    "Vladim, ganz ehrlich? Halt die Klappe."


    Sie grinste kurz, dann wurde ihr Gesichtsausdruck deutlich sanfter.


    "Ach Du", lächelte sie sachte und schüttelte leicht den Kopf. "Was soll ich denn an einem Ort, an dem mich niemand kennt und zu dem ich keine emotionale Bindung habe? Danke für das Angebot, aber ich muss ablehnen. Ich bin wirklich zu alt, um noch einmal ganz neu anzufangen."

    Alanis Mundwinkel zuckte amüsiert. Ihr Blick war freundlich, keinesfalls anklagend oder abwertend.


    "Na, ganz so schlimm wird es nicht sein. Immerhin schläfst Du nicht mit jeder Frau, die Du kennenlernst."


    Sie setzte sich zu Vladim an den Tisch und schlug die Beine übereinander.


    "Ich denke sie kommt klar", ergänzte sie dann mit dem Blick auf Melyanna. "Du hast vielleicht gerade keine Antworten für sie, aber das heißt nicht, dass es diese Antworten nicht gibt. Lade das nicht auf Dich - es gibt genug für Dich zu tun. Und nein, damit meine ich keine Schweinezucht."

    "Nun, die offensichtlichste Antwort auf einen so gearteten Fluch - so es ihn denn gibt und wir uns nicht irren -, dass Du aufhörst, Dich zu verhalten wie die Axt im Walde und dann davonzulaufen."


    Alanis nahm mit Hilfe eines Topflappens den Kessel vom Herd und goss den Tee auf.


    "Aber da ich vermute, dass Vieles in Deinem Verhalten aufgrund Deiner Natur nicht für Dich kontrollierbar ist, können wir diese Lösung wohl vergessen."

    Alanis Mundwinkel zuckten.


    "Ich kann die Elemente bitten, es mir zu zeigen. Wenn Du Magie willst, die sicher und eindeutig Ergebnisse zeigt, solltest Du einen Magier finden und befragen. Ich bin schließlich keine Gebetsmühle, die man dreht und die dann Ergebnisse ausspuckt."


    Ihr Blick ruhte ebenfalls auf der Schlangenhexe, dann kehrte er zu Vladim zurück.


    "Ich weiß, dass es Monate her ist. Vielleicht war es wirklich kurz davor. Und vielleicht sollten wir überlegen, ob es da eine Gelegenheit gab, Dich zu verfluchen. Und vor allem, worauf dieser Fluch zielt. Emotionale Aufregung in der Nähe von Frauen, die in einem schlafwandlerischen Zustand endet? Das ist schon ziemlich spezifisch, würde ich sagen."

    Alanis warf einen prüfenden Blick auf den Kessel, dann schritt sie durch den Raum und befüllte die Teekanne mit der Selbstverständlichkeit einer Person, die sich in diesem Haushalt gut auskannte.


    "Vielleicht hat es jemand erst vor einer kleinen Weile verflucht? Ich vermute zwar, dass Du das Medaillon nicht so oft abnimmst, aber es wäre eine Möglichkeit."


    Sie hob die Schultern.


    "Ansonsten wartete der Fluch vielleicht auf ein bestimmtes Ereignis, dass er Dir dann von diesem Zeitpunkt an so richtig versauen sollte."

    Alanis verschränkte die Arme und dieses Mal sah sie nicht mehr so freundlich aus.


    "Oh ja, Vladim, roll ruhig die Augen über mich und meine Dummheit." Ihre Stimme klang noch erstaunlich ruhig. "Tja, wenn Du also die Erkenntnis hast, würde ich vorschlagen, dass Du versuchst, Dich von Frauen fernzuhalten, die nicht das tun, was Du von ihnen erwartest."

    Alanis zog eine Augenbraue hoch.


    "Gern geschehen. Aus meiner bescheidenen ärztlichen Sicht kann ich Dir sagen, dass es mehrere mögliche Ursachen gibt. Ein davon wäre eine körperliche Reaktion - Dein Körper erlebt eine starke emotionale Belastung und entscheidet dann, dass es Zeit ist, Deinen Geist für eine Weile auszuschalten. Das ist natürlich die falsche Reaktion für einen Monsterjäger, für einen Körper, der unter dem Eindruck steht, angegriffen zu werden, gar nicht so übel. Dann wäre da noch ein Anfallsleiden auszuschließen. "


    Sie hob die Schultern.


    "Aber es kann natürlich auch ein Fluch oder so etwas sein."

    Alanis hob die Augenbrauen. Als ob sie nur für sich selbst Tee gemacht hätte. Manchmal fragte sie sich ernsthaft, was Vladim für eine Menschenkenntnis besaß - an manchen Tagen vermutlich gar keine.


    Sie legte noch ein wenig Holz nach, blickte prüfend zu der Schlangenhexe hinunter und stellte den Kessel auf.


    "Du warst weggetreten", erzählte sie dann in abgeklärtem Tonfall. "So wie damals in meinem Arbeitszimmer. Ich habe versucht, Dir die Waffen wegzunehmen, damit Du nicht wieder versuchst, Dir oder mir Schaden zuzufügen, aber Dein Fokus in diesem Zustand sieht wohl vor, dass Du Dich mit scharfen, spitzen Dingen beschäftigst."

    Alanis musste zugeben, dass die Rückkehr des Monsterjägers ins Reich der Wahrnehmung eine Erleichterung war.


    "Willkommen zurück, Vladim", sagte sie freundlich. Nun, da sie nicht mehr wachsam sein musste - sie war nicht sicher gewesen, ob sie Vladim nicht doch in Schlaf schicken oder ihm die Waffen entreißen musste - ging sie durch die Küche und setzte einen Kessel auf, um Wasser zu erhitzen.


    "Melyanna war kalt", erklärte sie und blickte hinunter auf die ruhende Frau. "Ich denke ich hätte Lust auf einen Tee. Bist Du müde?"


    Sie sprach, wie sie zu einem Kind sprechen würde.

    Alanis widerstand der Versuchung, wieder einmal ihre Nasenwurzel zu massieren. Aber die Art und Weise, wie sie Melyanna ansah, war freundlich und durch Mitgefühl geprägt. Sie schaute darauf, dass auch genug Holz im Ofen lag und dass noch genug Vorräte bereitlagen, damit sie das Feuer auch weiter befeuern konnte.


    Fürsorge war nun einmal die Aufgabe einer Ärztin und Priesterin und darin war Alanis gut.


    Was Vladim anging, war die Sache mal wieder nicht so einfach und ihre Stirn furchte sich, als sie den Monsterjäger betrachtete. Wieder einmal fragte sie sich, ob das, was sie tat, richtig war.


    "Keine Ahnung, wie lange ich das mit Dir noch mitmache", murmelte sie und setzte sich dann auf einen Stuhl in der Nähe des Schleifsteins. Die Situation erinnerte sie an etwas, das sie bereits einmal gemeinsam durchgemacht hatten - und die damalige Lösung war schmerzhaft und ganz und gar unangenehm gewesen. Die Narbe in ihrer Handfläche hatte sie immer noch. "Immer auf der Suche nach jemandem, dem Du helfen kannst. Und dann beißt Du ein Stück zuviel ab und verschluckst Dich. Wäre mal schön, wenn Du erkennen würdest, dass Du Dein Netz, das Dich auffangen muss, ganz schön strapazierst."


    Sie wusste nicht, ob Vladim sie hörte. Und eigentlich war es ihr auch ganz gleich, denn die Worte mussten raus.

    "Das letzte Mal, als er so war, hat er versucht, sich die Haut vom Arm zu schälen." Die Art und Weise, mit der Alanis die Worte aussprach - ziemlich trocken, ziemlich unaufgeregt, zeugte davon, dass die Priesterin wohl tatsächlich ein paar Dinge im Leben mehr gesehen hatte als nur Rodalben und verletzte Bauern. "Naja, da hat dann eine kräftige Ohrfeige etwas gebracht. Hier dann schon nicht mehr. Also bin ich tatsächlich ratlos."


    Ihr Blick legte sich erneut auf Melyanna, die hatte sehen können, dass das Wort 'Schwester' eine seltsame Regung in Alanis auslöste. Sehnsucht, vielleicht. Oder Traurigkeit. Vielleicht beides.


    "Ich fürchte ihn sich selbst zu überlassen für mich als Priesterin nicht ganz so einfach." Alanis Stimme war sanft. "Aber ich wäre Dir sehr dankbar, wenn ich mich um ihn kümmern könnte."


    Sie ließ den Blick über das Haus und den Brennholzstapel streifen.


    "Ich kann Dir ein Feuer hier draußen machen, wenn Du möchtest. Und meinen Mantel kannst Du auch haben."

    Alanis seufzte leise. Also war diese bewährte Lösung nicht die Richtige. Was also war zu tun - sie hatte einen starrenden Monsterjäger und eine erstarrende Halbelfenschlangenhexe. Die Geweihte presste ihre Lippen zusammen. Was gäbe sie jetzt alles für einen simplen Beinbruch oder einen Küchenbrand. Das wäre wirklich einfacher als die Situation, in der sie sich befand.


    "Vladim, ich bringe Melyanna ins Warme. Ich schwöre Dir, wenn Du wieder versuchst, Dich aufzuschlitzen, dann hole ich Dich von den Toten zurück und bringe Dich wieder um. Glaub nicht, dass ich das nicht kann."


    Sie seufzte und schob ihm einen Stuhl in die Kniekehlen. Vielleicht würde er verstehen, was sie meinte und sich irgendwann hinsetzen, wenn sein Körper nachgab.


    Dann ging sie zur Tür der Hütte und sah Melyanna an. Ihr Gesicht war sichtlich angespannt.


    "Er - ehm - hat sowas wie einen meditativen Zusammenbruch. Ich schlage also vor dass wir jetzt gehen und ich Dich in mein Hospital bringe, damit Du ins Warme kommst. Danach muss ich also nochmal los und schauen, dass er keinen Unsinn macht."

    Alanis wiegte den Kopf hin und her.


    "Für mich - nein, siehst Du nicht gefährlich aus. Aber man kann nicht behaupten, dass sie Bauern hier in der Gegend im Leben mehr gesehen haben als ihre Scholle und hin und wieder mal einen betrunkenen Ritter."


    Letzteres war mit einem schwachen Grinsen begleitet.


    "Was Vladim angeht, kannst Du ja über Nacht darüber nachdenken, ob Du möchtest, dass er zur Besinnung kommt. Und vor allem - wie?"


    Die Frage war freundlich gestellt, eher eine Anregung zum Nachdenken als alles andere.


    "Aber das sind alles Fragen, die sich verschieben lassen, bis Du wieder warm bist. Ich gehe jetzt meinen Mantel holen und dann können wir los."


    Sie nickte Melyanna zu und kehrte zum Hauseingang zurück. Die Bodendielen knarzten leise unter ihren Füßen, als sie eintrat und sich dem Haken zuwandte, an dem ihr Winterkleidung hing. Erst auf den zweiten Blick, gerade, als sie sich ihren Schal um den Hals wand, bemerkte sie Vladims starre Haltung und seufzte leise.


    Noch mehr Dinge, die man nicht gebrauchen konnte. Mit festem Schritt ging sie auf den Monsterjäger zu und betrachtete ihn einen Moment, um sicher zu gehen, dass er sich wirklich in dem Zustand befand, den sie schon kannte. Dann machte sie sich daran, sämtliche Waffen aus seinem Umkreis zu entfernen, zögerte noch einmal und haute ihm dann ziemlich kräftig eine runter.

    Alanis presste die Lippen zusammen, aber die Art und Weise, wie sie die Schultern hob, hätte man beinahe komisch nennen können.


    "Ich glaube Vladim steht sich fast immer selbst im Weg. Und beißt zu große Brocken ab, die er nicht verdauen kann. Wenn er dann begreift, dass er sich verhoben hat, dass er scheitern könnte in seinem Willen, das Richtige zu tun, dann stößt er einen lieber weg als sein Scheitern offen einzugestehen. Scheitern ist das Eingeständnis, versagt zu haben. Und ein Monsterjäger, der versagt - nun ja, ist meistens tot. Ich könnte mir vorstellen, dass sie ihm das so eingetrichtert haben, als sie ihn gemacht haben."


    Die Geweihte seufzte.


    "Sei es, wie es ist. Du musst ins Warme. Ich kann Dich mit zu mir ins Hospital nehmen, wenn Du möchtest. Aber man wird Dich anstarren oder sogar Angst vor Dir haben. Angenehm wird das nicht."

    "Hm", machte Alanis und rieb sich die sich in der Kälte rötende Nase. "Du denkst, dass er sich hinter mir versteckt? Mich vorschickt, damit er sich nicht mit sich selbst beschäftigen muss, während er gleichzeitig sein Ziel verfolgt, Dir zu helfen? Möglich."


    Die Geweihte hob die Schultern und wirkte ein wenig hilflos.


    "Oder vermutlich - sehr wahrscheinlich. Er benutzt Menschen gerne, weil sie viel zu leicht auf ihn hereinfallen. Entweder sie haben Angst vor ihm oder sie fühlen sich angezogen, weil sie es exotisch oder herausfordernd mögen. Beides sind Verhaltensweisen, die einen berechenbar machen. Einsetzbar."


    Ein schiefes Lächeln legte sich auf ihre Lippen.


    "Vielleicht kann er nicht anders, weil er so erschaffen wurde und instinktiv Kämpfe scheut, die er nicht gewinnen kann. Das soll nicht heißen, dass es verzeihbar ist. Das musst Du wissen."

    Alanis Mund öffnete sich und schloss sich wieder mit einem hörbaren Klacken ihrer Zähne. Als die Tür aufschwang und die eisige Kälte in den Raum schoss, blinzelte sie, als sei sie von einer unsichtbaren Keule getroffen worden. Kaum war Melyanna über die Schwelle, war auch die Geweihte auf den Füßen. Sie war sich ziemlich sicher, dass es da eine Komponente in dieser Unterhaltung gegeben hatte, die sie übersehen hatte. Eifersucht? Deckmantel?


    "Melyanna", rief sie der Frau hinterher und beeilte sich aufzuschließen, was gar nicht so einfach war, da Alanis recht kurze Beine und ein nicht kleines Maß an Winterspeck besaß. "Du musst nicht gehen, wenn ich in irgendeiner Art und Weise ein Hindernis darstelle. Ein Wort und ich bin weg."


    Sie klang ernsthaft und aufrichtig, aber auch verwirrt.

    Alanis massierte ihre Nasenwurzel und seufzte. Ein Kopfschmerz baute sich hinter ihrer Stirn auf. Nicht, weil sie die aufflammende Diskussion anstrengend fand, sondern weil sie so gut verstand, worum es ging. Sie hob die Hand, in der Hoffnung, weitere Wutausbrüche verhindern zu können, war sich allerdings nicht sicher, ob sie es konnte.


    "Ich glaube es hilft nicht weiter, wenn Ihr beide so miteinander sprecht", warf sie vorsichtig ein. "Es ist sicherlich wahr, dass Personen, die ein ähnliches Schicksal teilen, sich gut einfühlen können. Aber ich bin mir nicht sicher, ob Ihr beide Euch gerade gut tut."


    Sie räusperte sich.


    "Damit meine ich nicht, dass Ihr Euch trennen solltet. Aber ich glaube, Ihr solltet erst einmal klären, was Ihr als Personen voneinander wollt - oder nicht wollt, bevor Ihr es angeht, Euch gegenseitig zu helfen. Versteht Ihr, was ich meine?"


    Die Geweihte sah ruhig von Melyanna zu Vladim.

    Vladims Seitenblick war Alanis nicht entgangen, aber sie erwiderte ihn gelassen. Ob sie eifersüchtig war, konnte man ihren Augen nicht entnehmen, auch nicht ihrer Körperhaltung. Wohl aber, dass sie ihm wohlwollend gesonnen war und nichts gegen seine Art, die 'Dinge' anzupacken, einzuwenden hatte.


    "Ich verstehe -", hob sie dann sehr leise und klar an. "- dass Du Dir die Emotionslosigkeit wünschst, Melyanna. Du kannst es mir glauben oder auch nicht, aber ich bin sicher dass jedes Lebewesen in seinem Leben ein- oder mehrfach an den Punkt kommt, an dem es sich nichts mehr wünscht als taube Leere, die alles ausmerzt, was einen noch verletzen könnte. Aber auch wenn Du es gerade nicht fühlen kannst - wenn es irgendwo noch so etwas wie Hoffnung gibt, dann wirst Du sie niemals finden oder gar wertschätzen können, wenn Du Dich von Deinen Emotionen endgültig abwendest."


    Ein sanftes Lächeln lag auf ihrem Gesicht.


    "Stillstand ist der Tod des Lebens. Wenn Du das wirklich wünschst, dann würde ich Dich niemals davon abhalten, das zu suchen."


    Ihr Blick wurde ernster.


    "Ich weiß nicht, ob das die Hilfe ist, von der Vladim erwartet, dass ich sie Dir gewähren würde. Wenn das so sein sollte -."


    Ihr Blick wanderte kurz zu dem Monsterjäger.


    "- dann tut es mir Leid, Vladim."


    Erneut sah sie Melyanna an.


    "Aber Du hättest dort draußen einen aussichtslosen Kampf suchen können. Ein scharfes Messer. Eine hohe Klippe. All das hast Du nicht getan, weil Du in diesem Mann etwas erkannt hast, das Du jetzt vielleicht noch nicht benennen kannst. Vielleicht einfach nur die Güte, Dich nicht als ein Monster zu behandeln, weil er sich selbst für eins hält. Vielleicht ist Eure Zusammensein auch nur der Versuch, noch einmal etwas zu fühlen. Sei es, was es ist, das musst Du wissen."