Bücherecke

  • Buchvorstellungen:


    Hier können Lesebegeisterte über ihre Lieblingsbücher informieren. Bitte immer mit vollständigem Titel, Autor, dem Genre und wenn einer kurzen Inhaltsangabe anpreisen... vielleicht auch mit einem kleinen Bild?

  • die Königsmörder Chronik


    Autor: Patrick Rothfuss


    bisher sind folgende Bände im Klett-Cotta Hobbit Presse Verlag erschienen, alles als gebundene Ausgabe ca. 25,00 €:


    Der Name des Windes - Tag 1 der Königsmörder Chronik
    Die Furcht der Weisen - Tag 2 der Königsmörder Chronik Teil I
    Die Furcht der Weisen - Tag 2 der Königsmörder Chronik Teil II


    Inhalt:
    In einer Welt, angefüllt von Geheimnissen, Magie und Dämonen, lebt Kvothe, ein hochtalentiertes Kind fahrender Schaussteller und wächst durch persönliche Schicksale zu einem der mächtigsten und gefürchtetesten Männer seiner Welt heran. Seine Geschichte und seine besonderen Fähigkeiten machen ihn zu dem ehrfurchtsgebietenden Magier seiner Zeit, zu einem Dieb, Krieger, einem Königsmörder und Kriegstreiber.


    Aber Kvothe ist mehr als das er ist ebenso Barde, Schausteller, Wissenschaftler, Heiler und Handwerker. Im ewigen Kampf zwischen Selbstlosigkeit, Wissensdurst und Neugierde, Liebe und Hass, Vergeltungssucht und der Suche nach immer neuen Grenzen seiner Möglichkeiten formt er durch seine Taten eine ganze Welt und bringt die Menschen dazu seinen Namen nur flüsternd und in Ehrfurcht auszusprechen.


    Ein Chronist trifft den sagenumworbenen Helden und viel gehassten Feind viele Jahre später, als einfachen Wirt im Nirgendwo und beginnt seine Geschichte niederzuschreiben. Eine Geschichte, die aus kleinen Mäusen, große Männer macht und aus großen Männern wieder kleine Mäuse.


    Teil I einer Triologie



    Rezension :
    Das ganze Buch ist eine beeindruckende Symphonie aus lebendigen Worten. Patrick Rothfuss schreibt nicht, er malt. Er schafft Welten aus Schmerz, Freude, spürbarer Leichtigkeit und tiefen, fast unüberwindbar erscheinenden Abgründen menschlicher Seele. Man wächst und man fällt mit seinem Protagonisten und das schaffen nur wenige Autoren.


    Auch wenn die Basis der Story eine altbewährte Variante eines Fantasieromans ist, empfinde ich die Rahmenhandlung, nämlich die Geschichte nach der Geschichte äußerst erfrischend und vor allem einladend, den man erlebt Kvothe als einsamen, zurückgezogenen Überlebenden der durch ihn und seine Taten gestalteten Welt.


    Einfach nur sehr sehr großartig und daher unbedingt empfehlenswert.


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  • Der Kinderdieb


    Autor: Brom


    erschienen im Pan Verlag, gebundene Ausgabe ca. 17,00 €


    Inhalt:
    Leise wie ein Schatten und gesegnet mit spielerischer Tücke streift ein geheimnisvoller Junge durch die Straßen von New York und sucht nach verlorenen Kinder. Er kommt zu den Mißbrauchten und Weggeworfenen, zu den Vergessenen und Ungeliebten und verspricht ihnen ein Land ohne Sorgen und voller Magie...
    Doch er verschweigt ihnen den Preis, den sie zu zahlen haben, denn der Alptraum aus denen er sie mit Blut und Klinge befreit ist nur der Auftakt zu einem neuen, weit aus schlimmeren... denn Nimmerland liegt in einem fauligen Sterben, angefüllt mit grauenhaften Gestalten und dunklen Gefühlen.



    Rezension :
    Ich hatte gelinde gesagt die Schnauze voll von Peter Pan, seiner Klingelfee "Nerv jeden zu Tode Glöckchen und erstick an deinem Glitzerstaub", als ich Broms "der Kinderdieb" vor die Nase bekam. Ja es geht um Peter, genau den Peter, die verlorenen Jungs, den bösen Capitain und das Nimmerland... aber abgesehen von den Namen... erinnert nichts mehr an das von Walt Disney ausgebeutete zuckersüße Märchen aus dem Farbtopf. Hier geht es um Mord, sexuellen Mißbrauch, Erpressung, Lügen und viel dunkler Magie, die aus etwas sehr schönem, etwas grauenerregendes, alptraumhaftes gemacht hat. Peter ist niemand den man mag, fast sind einem seine Feinde lieber als er. Aus dem etwas verantwortungslosen Draufgänger, der liebevoll das ewiges Kind auf Abenteuersuche genannt worden ist, wurde ein halbwüchsiger, fast emotionsloser Krieger, der jegliche Unschuld längst hinter sich gelassen hat und Mörder, Erpresser und Lügner zugleich ist. Moral und Ethik sind keine Unbekannten, sondern beliebig oft hinter sich gelassene Charakterzüge.


    Der Untergang eines Kindermärchens... ich liebe dieses Buch!



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  • Der Krieg der Spinnenkönigin Band I - VI


    Autor: R.A. Salvatore und Co-autoren


    erschienen im Feder & Schwert Verlag, leider Taschenbuch ca 11,00 €


    Inhalt:
    Die große Spinnengöttin Lloth hüllt sich nicht nur in seidene Spinnennetze sondern auch in anhaltendes Schweigen... Ihre Priesterinnen stehen binnen wenigen Augenblicken vor der größten Bedrohung ihres Matriarchats, denn ohne die Stimme und Macht ihrer Göttin sind sie angreifbar und ihre Machtstellung könnte von den bisher unterdrückten Männern vorzugsweise aber durch die Magier von Menzoberranzan, der wohl bekanntesten Stadt des Underdarks entrissen werden. Es beginnt eine Suche nach den Ursachen der Stille von Lloth und ein erbitterter Kampf um die Vormachtsstellung der Priesterinnen in einer zutiefst hasserfüllten und pervertierten Welt voller Dunkelheit und düsterer Magie





    Rezension :
    Ein Buch in einer bösen Welt, mit bösen Protagonisten, die gegen böse Antagonisten ziehen und dabei noch bösere Dinge tun. Was will man mehr... eine Abenteurergruppe, die sich gegenseitig bei jeder Gelegenheit um die Ecke bringen möchte, in einer Welt, in der der kleinste falsche Schritt den Tod durch einfach alles andere bedeuten kann. Dazwischen die machtvollen Häuser der wohl berühmtesten Drow-Stadt, Geburtsort von Drizzt Do'Urden und ihr intriganter Kampf um die Plätze der ersten Häuser. Ich hasse Spinnen aber ich liebe Drow.



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  • Wenn die Tear das hier so fein vormacht, dann mach ich das mal nach :engel Wenn ich Zeit finde rezensiere ich noch weitere englische Bücher.


    The Lady Penitent I-III


    Autor: Lisa Smedman


    Wizards of the Coast, englische TB-Ausgabe für ca. sechs Euro auf Amazon erhältlich


    Inhalt:
    Diese Buchreihe stellt die Fortsetzung zu der von Tear vorgestellten War of the Spider Queen Reihe da. Zentraler Punkt der Reihe ist der ewige Kampf von Lolth gegen ihre Tochter Eilistraee um das Schicksal der Drow. Um nicht zu viel von der Vorreihe zu verraten (zum Beispiel wer überlebt ;) ) soll das als Zusammenfassung reichen.


    Rezension :
    Wenn einem das Buch von Lisa Smedman in der vorherigen Reihe gefallen hat, wird man auch diese Bücher mögen. Es passiert viel, sehr viel. Wer sich für die Religionen der Drow interessiert findet hier einiges, denn die meisten von ihnen spielen eine größere Rolle in dieser Reihe.



    :. :. :.[/quote]

    Det var øl
    berusende ord
    det var sommer det var sol
    det var hjerter i brann
    blikkstille vann
    alt på denne jord
    Og det var kjærlighet
    Kisiblog eifelkind - erneut reanimiert(mehr oder weniger) 1x pro Monat aus Belgien 8f

  • The Chronciles of Malus Darkblade I + II
    [IMG:http://whfb.lexicanum.de/mediawiki/images/thumb/f/f2/Darkblade-Grafik.JPG/180px-Darkblade-Grafik.JPG]


    Autor: Dan Abnett und Mike Lee


    erschienen bei Black Library, englische Omnibus-Ausgaben für ca 12 Euro auf Amazon, beim Pieper Verlag in Deutschland in fünf Bänden erschienen


    Inhalt:
    Die Geschichte dreht sich um den Adeligen Malus Darkblade, einem Druchii aus Hag Graef, der in seinem Hunger nach Macht einen großen Fehler begeht. Auf der Suche nach einen magischen Artefakt gerät er in die Knechtschaft eines Dämonen und muss diesen innerhalb eines Jahres befreien. Um dies zu vollbringen muss er fünf verschiedene alte Artefakte bergen und zum Käfig des Dämonen bringen.


    Rezension :
    Es gibt nicht nur Dunkelelfen mit schwarzer Haut und weißen Haaren, sondern auch jene mit weißer Haut und schwarzen Haaren - Druchii aus dem Warhammer-Universum. Die Welt in der dieses Buchs spielt ist eine dunkle und düstere, die Chaoshorden aus dem Norden sind eine stetige Bedrohung, es wird in die "alte Welt" gefahren um Sklaven zu fangen. Magie ist gefährliches Teufelszeug, dass meist nur durch Päkte mit den dunklen Göttern möglich ist.
    Diese Buchreihe stellt eine schöne Abwechselung zu den sehr magielastigen forgotten realms dar in denen die Drow leben, wo Hinz und Kunz ein magisches Artefakt haben. Aber auch so ist eine sehr gute Reihe, wenn man es etwas blutiger und brutaler mag.



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    Det var øl
    berusende ord
    det var sommer det var sol
    det var hjerter i brann
    blikkstille vann
    alt på denne jord
    Og det var kjærlighet
    Kisiblog eifelkind - erneut reanimiert(mehr oder weniger) 1x pro Monat aus Belgien 8f

  • Das Alptraumreich des Mister Moon


    Autor: Jonathan Barnes


    erschienen im Piper-Verlag, gebundene Ausgabe (gebraucht) ab ca. 7,00 €


    Inhalt:
    Das ganze Buch ist einfach nur Unsinn, von vorn bis hinten. Deshalb beginnt es auch mit den Worten "Sie werden mir kein Wort glauben, und doch ist alles wahr."
    Im Jahr 1901 ermittelt der Bühnenzauberer und Detektiv Edward Moon mit seinem Assis tenten, einem zwei Meter großen, schlafwandelnden Giganten, in der Unterwelt des viktorianischen London: Eine bizarre Mordserie führt sie in ein Reich der Fliegenmenschen, Hellseher und Geheimbünde.


    Rezension :
    Das Buch ist tatsächlich Unsinn. Die Charaktere haarsträubend seltsam und allesamt wenig sympathisch. Man sucht verzweifelt nach jemanden, der nicht einen geistigen und körperlichen Schaden hat sowie nach der Begründung für jedwede Seltsamheit, die es zum Teil nur um einiges zynischer mit der Gruselwelt von Lovecraft aufnehmen kann. Hier wird alles in einen Topf geworfen und dann umgerührt. Das Buch ist schwer zu beschreiben aber gut zu lesen...



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  • Die Tribute von Panem


    I Tödliche Spiele
    II Gefährliche Liebe
    III Flammender Zorn


    Autor: Suzanne Collins


    erschienen im Oetinger-Verlag, gebundene Ausgaben im Schuber (neu) 169,00 €, einzeln ohne Schuber ca 17,99 €
     
    Inhalt:
    In einer fernen Zukunft ist Amerika gesellschaftlich neu strukturiert. Nach einem großen Krieg, den man nur die dunklen Tage nennt, regiert das Kapitol mit eiserner Hand über 12 Distrikte, in denen lebensnotwendige Güter, Luxusartikel aber auch Waffen produziert werden. In denen Distrikten regiert der Hunger, Armut und eine stren-ge militärische Ordnung. Jedes Jahr und zur Erinnerung an die dunklen Kriege aber werden die Hunger-Spiele ausgerufen und per Los werden jeweils ein Junge und ein Mädchen benannt, die sich in einer Arena im Kapitol gegen Kinder aller anderen Distrikte durchsetzen müssen. Doch gewinnen kann man nur, indem man alle ande-ren tötet.
    In Distrikt 12 kämpft Katniss Everdeen um das tägliche Überleben. Gemeinsam mit ihrem Freund Gale jagt sie Wild und verkauft es illegaler weise auf dem Schwarzmarkt. So hält sie ihre Familie am Leben. Doch dann wird der Name ihrer Schwester bei den Hungerspielen gezogen und Katniss meldet sich freiwillig als sogenannter Tribut, um sie zu ersetzen. Mit dieser Entscheidung beginnt ein neues wenn auch kurzes Leben, in der sie im Kapitol zu einer Überlebenskünstlerin ausgebildet wird. An ihrer Seite der männliche Tribut Peeta, den sie kaum kennt und der gemeinsam mit den Spielmachern in ein perfides Spiel um gute Zuschauerquoten und blutrünstige Unterhaltung gedrängt wird… in der eines zuerst stirbt… kindliche Unschuld.


    Rezension :
    Anfänglich abgeschreckt durch das Cover, dass mich irgendwie an eine der schlechtesten Schriftstellerin dieses Jahrhundert erinnerte… wie hieß sie gleich ach ja Stefanie Meyers, wurde ich dann doch durch meine Schwester und eine Freundin dazu überredet es zu lesen… ich hielt es für ein Konsumbuch… höchstens Mittelklasse mit irgendeiner Bella und zwei Jungs, die um erstere kämpfen, eingerahmt in ein JUHU endlich mal etwas innovatives Konzept … die Postapokalypse und das große Schicksal von… na ja schauen wir mal.
    So war es nicht… das Buch ist bitter… es ist ungeschönt, es ist kaltherzig. Es verniedlicht nichts, es verharmlost nichts, es erzählt von der tödlichen Maschenerie eines totalitären Staates, dass Kinder benutzt, tötet und wenn sie doch die Arena überleben, seelisch zerstört. Es handelt von Menschen, die erst auf dem Weg sind Menschen zu werden und denen man diesen Weg nimmt, gnadenlos und ohne Erbarmen. Die Hintergrundszenerie ist gerade zu anmaßend in ihrer technischen Perfektion, während sich im Vordergrund Kinder mit archaischen Waffen abschlachten…
    …und sie tun es mit einer geradezu nüchternen Sachlichkeit, von Suzanne Colliens in der Rolle eines fast unbeteiligten Zuschauers geschrieben. Man ekelt sich nicht… vor der Tat, die man liest, sondern vor dem Gefühl, das man beim Lesen hat… nämlich das es Okay ist, eben weil es in dieser Welt okay erscheint.
    Die Hungerspiele sind jedoch nur der Auftakt für eine tödliche Spirale aus Gewalt, Verlust und seelischen Ab-gründen, die sich in eine unausweichliche Zukunft dreht, in der es zwar eine kleine aber bestehende Hoffnung auf etwas Gutes gibt aber bei der die Preise die zu zahlen sind…bald jedes Ziel in Frage stellen.


    Am Ende aller drei Teile kann ich nur sagen…Lest diese Triologie… lasst euch nicht vom Merchandising abschrecken. Mich hat ein Buch selten so erschüttert und zu großen Teilen auch traurig gemacht in all seiner Fiktion… daher volle Punktzahl meinerseits. (Ich geh mir seichtere Lektüre suchen!)


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  • Brant Weeks
    Am Rande der Schatten


    Inhalt: Als der Gottkönig Cenaria erobert, kommen mit ihm seine Truppen, die Khalidori. Während ihr Herr im Palast wütet, verlustieren sich seine Schergen nach Lust und Laune in der Stadt. Tod und Vergewaltigung ist ihr Tagwerk und sie machen weder vor den ärmeren Vierteln noch vor den Adligen Halt.
    Der eigentliche Protagonist ist Kylar, ein gedungener Mörder und eine Legende in der Unterwelt der Stadt. Doch anstatt sich in das Intrigenspiel um Macht und das pure Überleben einzubringen, wie er von mehreren Seiten gebeten wird, möchte er mit Elene und seiner Adoptivtochter Uly weit entfernt der Hauptstadt ein neues Leben anfangen. Aber wie man sich denken kann, holt seine Vergangenheit ihn natürlich ein und alles kommt anders wie geplant.



    Am Anfang des Buches wird man mit Fakten, Personen und Orten bombardiert, so dass man schnell den Überblick verliert. Es empfiehlt sich also den ersten Band "Der Weg in die Schatten" zu lesen. Das habe ich nicht getan, es geht also auch so. Man braucht nur etwas länger um sich in die Handlung einzufinden. Man bewegt sich den größten Teil der Zeit in der Unterwelt und ebenso sind auch die Charaktere gestrickt. Als Vorwarnung: Man sollte viel Blut und Sex und Gewalt abkönnen um an dem Buch Spaß zu finden. Es wirkt aber nicht furchtbar unnötig sondern ist Teil der Handlung. Auch Tabuthemen wie Vergewaltigung und Kannibalismus werden behandelt um Situationen endringlicher und greifbarer zu machen.
    Nachdem ich festgestellt habe, dass ich mit dem zweiten Band angefangen habe, ist auch mein einziger Kritikpunkt nichtig, dass es am Anfang zu viele Namen sind 8f Es ist schmutziges Fantasy ohne Drachen, Orks, Zwerge, Elfen und beschreibt den Bodensatz einer Gesellschaft. Intrigen und Komplotte stehen an der Tagesordnung. Das organisierte Verbrechen eines tyrannisierten Landes schmiedet Pläne, die Invasoren und den Gottkönig aus ihren Gefilden wieder zu entfernen und eint damit aus der Not geboren die Menschen, die sonst nicht gehört werden. Sehr nett mit vielen Gänsehautmomenten, die nicht albern wirken.

  • Black Dagger


    ganz viele Bände...


    Autor: J.R. Ward


    erschienen im Hyene-Verlag, Taschenbuch-Ausgabe um die 8,00 €
     
    Inhalt:
    Die Bruderschaft der Black Dagger ist eine gezüchtete Spezies unterhalb der Vampire, die extra dafür ausgebildet wurde gegen die Lesser zu kämpfen. Untote Krieger, die von OMEGA, einem uralten bösen Wesen erschaffen worden, um das Geschlecht der Unsterblichen, dass wiederum durch einen Schöpfungsakt seiner Schwester der Jungfrau der Schrift hervorgebracht worden ist, auszulöschen.


    Jeder einzelne der Black Dagger hat seine Geschichte, die mehr oder minder gewaltbereite und vom Instinkten getriebene Geschöpfe hervorbringt. Teils zutiest zerstört von den Erfahrungen der bereits erlebten Jahrunderte, teils mit unglaublichen Kräften oder Flüchen ausgestattet, treten sie schonungslos und oft grausam gegen die Lesser in den Kampf.


    In den Bänden von Ward, wird meist jeweils ein Mitglied und seine Geschichte betrachtet aber auch die Chance die Dunkelheit in ihren Charakteren durch die Liebe eines anderen Wesens zu befrieden oder durch ein vorherbestimmtes Schicksal in eine völlig neue, manchmal selbstzerstörerische Richtung zu lenken.



    Rezension :
    Als Lektüre für zwischen durch, ohne großen Anspruch an die ultimative Tiefe und das gewisse Kribbeln - sehr nett zum Lesen. Die Vampire, die J.R. Ward aufführt sind keine romantischen Blutsauger in Spitzen- und Rüschenklamotten, die mit geschwollenen Gedichten von W. Blake, Frauen und somit potenzielle Nahrung umgarnen, sondern zum Teil innerlich zutiefst zerstörte Kampfmaschinen, die extrem gewalttätig austeilen aber emotional nur wenig einstecken können (Alter macht weinerlich ^^).


    Leider schafft es die Autorin nicht, die Charaktere durchgehend so zu präsentieren, dass man ihnen das gegebene Profil über die ganze Reihe hin abnehmen kann. Zu schnell schafft es das jeweilige Mädchen, in das sich der Vampir verliebt aus den coolen Antihelden, kleine Furbies zu generieren, die streckenweise nur über Sex die Story weitertreiben, doch vor allem in einer sich stetig wiederholenden Schleife zwischen "Nein ich darf und kann sie nicht lieben" und "aber trotzdem!" schwanken.


    Die Hintergrundgeschichte von OMEGA und die Jungfrau der Schrift und ihre aufs Spielfeld gestellten Figuren im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse rutscht somit immer wieder ins Abseits und - so scheint es mir - wird nur hervorgeholt, wenn die Autorin sich hin und wieder bewußt wird, dass das sexuelle Triebthema, um die ewig gleiche Geschichte gerade mal wieder ausgelutscht ist.


    Dann ist das Schicksal wieder präsent, alles wird krass, Menschen und Vampire sterben wie die Fliegen... man fiebert mit... und...


    schon kommt wieder ein Mädchen mit einem Zufallsnamen, einem Zufallsberuf, mit einer schleppenden eigenen, eher nicht so interessanten Geschichte und Ward ist wieder dabei das eigentlich dominierende fatalistische Schicksal der dunklen Krieger in den Hintergrund zu rücken und durch haarsträubende Entwicklungen der Beziehungskiste Happy Ends herbeizuführen.


    Das langweilt und zerstört die eigentlich ganz passable Idee, dass die Vampire als seperate triebgesteuerte Spezies eine potenzielle Zeitbombe verkörpern, die jederzeit hochgehen kann und auf die man sich beim Lesen gerne einlassen würde und zwar... die ganze Zeit.


    Daher... zum Lesen für zwischen durch ganz annehmbar. Mal sehen wie sich das weiterentwickelt, denn in den späteren Bänden wird dann häufiger auf das Hintergrundschicksal der ganzen Story verwiesen... Wer auf Gewalt, Dunkelheit, düstere Romantik und jede Menge Sex steht, der hat sicherlich Spass am Buch.



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  • Der Übergang


    Autor: Justin Cronin


    erschienen im Goldmann-Verlag, Taschenbuch-Ausgabe um die 10,00 €
     
    Inhalt:


    Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als sie von ihrer überforderten alleinerziehenden Mutter in einem Nonnenkloster zurückgelassen wird. Schon bald darauf wird Amy jedoch von dem FBI-Agenten Brad Wolgast entführt, der sie zu einer abgeschiedenen militärischen Forschungseinrichtung in Colorado bringt. hier soll Amy an einer streng geheimen medizinischen Versuchsreihe teilnehmen, die nichts Geringeres zum Ziel hat, als die Menschen mit Hilfe eines mysteriösen Virus unsterblich zu machen. Doch dann gerät das Experiment außer Kontrolle und in rasender Geschwindigkeit breitet sich eine Welle der Zerstörung und Gewalt über den amerikanischen Kontinent, ja über den Globus aus, die die gesamte Menscheit zu vernichten droht.


    Erst später, viele Jahrzehnte später, taucht amy wieder auf. Sie steht eines Tages vor den hermetisch abgeschirmten toren einer Kolonie weniger Überlebender des fatalen Desasters. Die Kolonisten begegnen ihr, der geheimnisvollen, alterslosen Fremden, dem Mädchen von Nirgendwo, mit Misstrauen. Bis sie begreifen, dass Amy vielleicht die Einzige ist, die die Menschheit noch retten kann.


    Rezension :
    Mal eben schnell zum Überbrücken der Wartezeit beim Arzt in der Buchhandlung erstanden, fesselt das Buch durch die am Anfang unterschiedlichen Erzählstränge den Leser in eine Welt in naher Zukunft, die unserer Realität fast bis ins Detail gleicht, doch bereits geschehene Katastrophen weiterspinnt und an den Abgrund führt. Menschliche Schicksale, spinnen sich anfänglich seperat, dann zusammengeführt zu einem Netz, in deren Mitte ein skrupelloses Forschungsteam unter Aufsicht des Militärs an einem Experiment arbeitet, dass die menschliche Rasse unsterblich machen soll. Man trifft auf Stereo-Charaktere, die erst nach einigen Seiten, ihre Eigenarten im Guten und im Schlechten aufdecken und so teilweise zu morbid fazinierenden Protagonisten werden, bei denen man schnell weiter verfolgen möchte, wie sie sich angesichts der emotionalen aber auch offensichtlichen Grauen weiterentwickeln. Menschen werden zu Monstern und Monster entwickeln sich zu Dingen weiter, für die es noch nicht mal eine Definition gibt.
    In einigen Abschnitten etwas langatmig, schafft es der Autor jedoch immer wieder den Leser aus dem fast absichtlichen Trott zu entreissen und ihm eine neue Facette der baldigen Explosion moralischer und ethischer Werte zu zeigen, die aufrüttelt und bis ins Mark erschreckt.


    Für mich sehr lesenswert und immer wieder überraschend, da nicht mit einem Knaller der nächste eingeläutet wird, sondern die Abgründe schleichend und tröpfelnd die Protagonisten aber auch den Leser erreichen.


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  • Die Zwölf


    Autor: Justin Cronin


    erschienen im Goldmann-Verlag, Gebundene Ausgabe 22,99€
     
    Inhalt:
    Die Fortsetzung zu "Der Übergang". Band 2 von 3.
    Ohne viel zu verraten, ist es schwer hier etwas zu schreiben.
    Der Band spielt ein paar Jahre nach dem ersten.
    Amy hat sich weiter entwickelt.
    Das Dorf wächst, aber die Bedrohung besteht weiter.
    Eine Stadt scheint völlig frei von der Seuche aber dort herrscht Zucht und Ordnung.


    Rezension :
    Fabulöse Weitererzählung. Mitreissend, packend. Sehr düster.
    Genau, wie ich es mag.


    Man darf auf Teil drei gespannt sein.