Ancalima bei den Hîn Meneldu

  • Vom singenden Wald her kommt eine Gruppe bestehend aus zwei Wächtern, zwei Schankmaiden, zwei Elbenknaben, einer Heilerin und einer bewußtlosen Elbe. Und drei Pferden, von denen Kassandra wohlweislich Abstand hält ohne dabei Ancalima oder einen ihrer Söhne aus dem Auge zu verlieren.
    Auf dem Weg hat die Schankmaid Umiel von den Dingen berichtet, die sie über Ancalimas letzte Monate weiß, die zu Ancalimas jetzigem Zustand geführt haben. Und von ihrer eigenen Unsicherheit wie weiter mit der Schwester zu verfahren sei.
    Ancalimas Geist weilt im singenden Wald. Doch sie selber dort allein in ihrem Baumhaus zurückzulassen zögert Kassandra - zumal sie nicht die ganze Zeit bei ihr sein kann. Andererseits will sie sie nicht zu weit von ihrer Wahlheimat entfernen.

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

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  • Die Gruppe wird zügig über den südlichen Weg ins Lager geführt. Die Wächter haben ihre Eskortpositionen am Lagereingang verlassen und widmen sich offensichtlich nun anderen Beschäftigungen. Ancalimas lebloser Körper ist derweil auf eine Trage umgelagert worden.

  • Der Gruppe entgegen kommt eine leicht gerüstete, bekannte Gestalt. Endúneath ist noch etwas außer Atem, kommt er doch gerade vom Übungsplatz.
    "Einen guten... Tag," grüßt er die Gäste - vom Tag ist im Dämmerlicht der Siedlung allerdings wenig zu merken. Die Szenerie wird hauptsächlich vom leichten, violetten Schimmern des Ivor Galadhremmen, der sich mittlerweile sechs Schritt in die Höhe erhebt, erhellt. Schließlich wandert der Blick des Wächternovizen zu Ancalima. "Ist es also soweit..." murmelt er, bevor er sich wieder Kassandra widmet: "Sie wird zunächst einmal in die Heilerstation gebracht, der Sicherheit halber. Ihr könnt euch derweil bei etwas Tee von der Reise erholen, wenn ihr möchtet leiste ich Gesellschaft.". Tatsächlich ist von linker Seite, wo einige Matten und Kissen ausgelegt sind, das deutliche Aroma von grünem Tee wahrzunehmen.

  • "Du bist hier", entfährt es Kassandra überrascht.
    "Ja, man könnte sagen es ist soweit" stimmt sie ihm mit Blick auf Ancalima zu.
    "Tee hätte ich jetzt gerne. Und mit dir wollte ich unabhängig von Ancalima eh noch mal reden."
    Falas und Estolad beschließen ihre Mutter zu begleiten, Moreta bleibt dicht bei Kassandra. Daß ihr hier nicht ganz wohl ist ist ihr wohl anzusehen.

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    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
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  • Ein wenig verdutzt blickt Endúneath zu ihr zurück. "Ja, bin ich... sollte ich sonst irgendwo sein?" Damit begibt er sich schon zu den Sitzgelegenheiten und weist den Besucherinnen jeweils eine zu. Auch die Teetassen werden gefüllt.
    "Nun, ich bin ganz Ohr..."

  • Kassandra lächelt.
    "Du hast da was, was ich mir noch mal ansehen wollte..."
    Sie weist auf den Anhänger der an der Lederschnur um seinen Hals hängt.
    "Lila und ich haben eine ganze Weile auf dich gewartet, hier in Amonlonde..."
    Dringend ist das jetzt nun wirklich nicht mehr. Aber neugierig ist sie doch noch.

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  • "Ja ich weiß", antwortet sie und nimmt das Amulett vorsichtig entgegen.
    "Wir haben uns verpaßt. Ich hab Tear'asel getroffen, in Forlond..."

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  • "Sie hat wenig erzählt... wir hatte nicht viel Zeit."
    Dann senkt sie den Blick auf den Kristall in ihrer Hand.
    Leise beginnt sie zu summen, daraus wird allmählich ein Lied. Und mehr als das.
    "Sage, sing, zeige mir
    wessen Magie wirkt hier
    Barde, Elb, Nekromant,
    sag mir von welcher Hand,
    Hexe, Hermetiker,
    Schelm oder Kleriker
    Laß mich versteh'n, laß mich hören Magie..."

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    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • "Sage mir welche Macht,
    Wie groß ist die Zauberkraft?
    Legt sie der Lehrling dar,
    Meister, Großmeister gar?
    Ist sie nur leiser Hall?
    Lauter Trompetenschall
    Laß mich verstehn
    Wie stark ist die Magie?


    Sage nun welche Art
    Zauber gewoben ward
    Kampf- oder Heilerskraft?
    Macht, die ein Trugbild schafft?
    Schutzzauber? Schelmerei?
    Laß mich hörn was es sei
    Laß mich versteh'n,
    Laß mich hörn die Magie!"


    Nachdem sie das Lied beendet hat starrt Kassandra eine Weile nur auf den Kristall in ihrer Hand und scheint zu lauschen.
    Dann lacht sie leise.
    "Sieh mal einer an...", sagt sie. Und reicht Enduneath den Anhänger zurück.

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  • Kassandra guckt Moreta erstaunt an. Dann muß sie schmunzeln.
    "Weder noch. Ich habe es angesungen und darauf gehört was zurückklingt. Wie... wenn man in einen Brunnen ruft, weißt du? Dann kannst du am Echo hören wie tief der ungefähr ist. Oder wenn man Krach macht neben einem Instrument. Das schwingt dann auch..."
    Sie wendet den Blick zu Endúneath.
    "Du meinst du hast es noch nicht angeschaut?" Sie grinst.
    "Ich hab keine Ahnung. Ich weiß nicht wie Magie aussieht. Nur wie sie sich anhört. Aber so wie sie sich anhört haben wir nicht halb so gestümpert wie wir dachten..." Sie macht eine kleine abwägende Geste mit ihrer Teetasse.
    "Allerdings sollte man vielleicht die Finger von Großmeisterzaubern lassen wenn man keiner ist. Diese Dinge sind doch komplexer als ich dachte..."

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  • "Das klingt... nützlich. Und die Erkenntnis über Großmeisterzauber irgendwie... intuitiv einleuchtend."
    So ganz wohl ist ihm bei der ganzen Sache nie gewesen. Und insgesamt hatte sie bedeutend mehr Aufmerksamkeit von merkwürdigen Wesen auf ihn gelenkt, als ihm lieb sein konnte.
    "Gibt es eine Möglichkeit, genaueres herauszufinden oder muss ich mich auf Empirie verlassen?"

  • "Nun, eine möglichst präzise Beschreibung der Stärke des Schulzfeldes wäre sicherlich interessant...
    Sein Blick schweift kurz zu Moreta, während ein weiterer, freundlich lächeldner Elb eine Schale mit Keksen zwischen die drei stellt.

  • Moreta machte kurz den Mund auf, um etwas zu sagen, schloss ihn aber schnell wieder. Sie schaute nur groß von Einem zum Anderen.


    Sie hatte zwar begriffen,was Kassandra ihr erklärt hatte, aber von dem was die Beiden nun miteinander sprachen, verstand sie kein Wort.
    Also beschloß sie nur weiter zuzuhören, nicht zu erfrieren und ihren tee zu trinken.