Somnio aeterna_01

  • Es wird noch dunkler, bis das sanfte Licht der farbigen Laternen an der Decke des Separees... nur noch eine ferne Erinnerung in der Finsterniss wird, die sich hier um alles und auf alles legt, wie eine undurchdringliche Decke.


    Kahris grüne Augen sind das einzige das der Dunkelheit noch Farbe verleiht... ihr Blick hält weiter Stand, dann prallen so fremdartige Kräfte auf einander... dass vieles ... was eigentlich verborgen ist... zu Tage... oder besser noch in die Nacht entweicht und Eniya wird mit hunderten schnell aufeinander folgenden Bildern...konfrontiert.


    Plötzlich ertönt das Knurren einer wütenden Wildkatze, ein zorniges Fauchen und Eniyas Geist wird mit einer Kraft zurückgeschlagen, die nicht von dieser Welt ist....


    Sofort wird es wieder heller...alle Schatten, die nicht von den LAternen geworfen worden verflüchtigen sich... die Nachttänzerin sitzt ihr gegenüber...keuchend und ihre Augen sind schwarz wie die Nacht.

    Pink fluffy unicorns dancing on the rainbow..dummidudidummm

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kahri ()

  • Keuchend und nach Luft ringend sackt Eniya auf ihrem Kissen zusammen. Ihr Herz schlägt hart, rasend schnell wie nach enormer Anstrengung. Der Schmerz in ihrer Brust lässt sie kaum atmen. Wie immer fängt ihr Körper den Schaden ab, den ihr Innerstes genommen hätte, und Kahris Schlag war härter, mächtiger und wütender gewesen als alles zuvor.


    Langsam stemmt Eniya sich wieder hoch, nachdem der schlimmste Schmerz abgeklungen ist. Ihre Hände zittern noch immer leicht.


    Mit unglaublicher Willenskraft hebt sie erneut den Blick, noch immer schwer atmend, und sieht ihrem Gegenüber in die Augen. Ihr Blick fleht stumm um Verzeihung, doch kein Wort kommt über ihre Lippen.

  • Kahris Augen sind schwarz wie Obsidiane... keine Pupillenbewegung, die ein Lesen in ihrem Blick erlaubt. Nur der keuchende Atem der Schattentänzerin zeigt, dass sie diese Situation kalt erwischt hat und dass sie gerade einen Kampf ausgetobt hatte, der mit der Waffe schmerzhafter Erinnerungen geführt worden war.


    "Du wirst das nie wieder tun, ich kann dich gut leiden...Eniya aber das gilt nicht für meine Welt."

  • Eniyas Blick drückt noch immer tiefste Verwirrung aus. Sie setzte zu einer Erklärung an, hatte jedoch schon zu oft erlebt, dass sie dem anderen nichts als leere Hüllen zu sein schienen. Der Schlag ihres Herzens beruhigt sich langsam.


    Nachdenklich blickt sie Kahri an, die Bilder verarbeitend.


    „Es tut… mir leid“, flüstert sie schließlich doch, zutiefst geschockt über das Geschehene.

  • Sie nickt nach einiger Zeit...genau dann, als sich ihr Atem wieder beruhigt und das dunkle aus ihren Pupillen weicht und wieder dem lebendigem intensivem Grün Platz macht.


    "Wenn du mich nach meiner Geschichte fragen willst, wirst du deine Sprache dazu verwenden. Was du gesehen hast oder glaubst gesehen zu haben, das solltest du tunlichst in deinem Herzen verstecken und hüten wie einen Schatz, denn er ist heiss begehrt."

  • Beschämt wandte Eniya den Blick ab. Sie hatte das nicht gewollt, zumindest nicht bewusst, aber solche Dinge geschahen nie zufällig. Kahri war zu Recht erbost.


    „Kein Wort wird jemals über meine Lippen kommen“, versprach sie leise und an der Aufrichtigkeit der Worte bestand kein Zweifel.

  • "Gut," sie nickt sachte und wirkt schon wieder sanfter als eben noch.


    "Ich will dich nicht erschrecken aber egal wie überzeugend und verstandsgeprägt ich dir erscheine... tastet du Facetten meiner Seele an, die dir nicht gehören...weckst du Monster, die lieber schlafen."


    Fast entschuldigend gießt sie ihr dann heissen Tee nach.

  • *Zur selben Zeit vor dem Teehaus*


    Irush steht unschlüssig vor der Tür des Teehauses.
    Auf dem weg hierher hatte er sich seine Gedanken gemacht.
    Und nun stand er hier,aufgeregt wie ein Schüler vor einer wichtigen Prüfung.


    Er holt noch zweimal tief Luft, dann klopft er an die Tür.

  • Die Türe ist nur angelehnt... warum auch immer... und sicher auch nicht immer offen. Er kann bedenkenlos eintreten, von drinnen hört er sanftes Harfenspiel, einen angenehm einladenden Lichtschein und die wohlwollenden Gerüche, die er bereits kennt.

  • "Manchmal geschehen diese Dinge einfach", erklärt Eniya. "Es ist so, wie ich es Dir vor einigen Tagen erklärt habe. Man kann es nicht immer steuern..."


    Dankbar nimmt sie den frischen Tee an und wärmt ihre Hände damit. Die Kälte ist in ihre Glieder zurück gekehrt, und sie war sich sicher, dass es nichts mit den winterlichen Temperaturen zu tun hatte...

  • Die Taverne hat wenige Besucher, was daran liegen könnte, das insbesondere Tisch vier im Augenblick auf Hochglanz glänzt. Maket sitzt an der Harfe irgendwo im Halbdunkeln und spielt sanfte Klänge... ein paar Gäste unbekannter Herkunft aber alle samt nicht in Lumpen bekleidet, sitzen mit leeren Augen und an Irush bekannten Pfeifen rauchend in den Sitzkissen. Nur ein einziges Separee ist zugezogen...und Irush kann dahinter eine ihm bekannte Präsenz spüren.



    -----------------------------------------------------------


    Kahri nickt Eniya erneut zu, die gerade gegangene Situation scheint wie weggewischt.


    "Genieße den Tee," sagt sie dann ungewohnt sanft. Ihre Augen wandern im nächsten Moment in Richtung der zugezogenen Vorhänge, als hätte sie jemanden gesehen, gehört... oder eher gefühlt. Ein leises Seufzen geht über ihre Lippen, dann sieht sie Eniya wieder an und schenkt ihr ein betrübtes Lächeln.

    Pink fluffy unicorns dancing on the rainbow..dummidudidummm

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kahri ()

  • Sie antwortet Eniya nicht, ihr Blick hat sich längst wieder dem Vorhang zugewendet...


    "Willst du lauschen oder hereinkommen," fragt sie leise in Richtung des Stoffes und meint scheinbar jemanden völlig anderen als Eniya.

  • " Ich wollte nur nicht hineinplatzen"
    Kommt eine Stimme von draußen.
    Der Vorhang öffnet sich und Irush betritt das Separee.
    Lächelt sieht er zu Eniya und dann zu Kahri.


    "Und da ich bestimmt angekündigt war.....Hast du mich doch erwartet."

  • Beim Klang seiner Stimme zuckt Eniya zusammen und beinahe gleitet ihr die Tasse aus den Fingern. Vollkommen überrascht blickt sie von Irush, der gerade in das Separee tritt, zu Kahri.

  • "Du warst es," erwidert sie Irush sanft... Eniyas motorischer Entgleisung begegnet sie mit einem knappen aber vielsagendem Blick und es braucht einiges ihrer Selbstbeherrschung, um dem ganzen Prodecure äußerlich weniger Anteil zu geben, als sie innerlich fühlt.


    Dann erhebt sie sich und ihr fließendes Gewand fällt an ihr herab, wie Schattenschlieren. Seltsamerweise steht und jetzt mit einem Grund mehr, noch eine dritte bisher unangetasteter Teeschale auf dem von Alisha hereingebrachtem Tablett.


    Kahri tritt an den Kissen vorbei in Richtung Ausgang des Separees und verharrt noch einmal fast neben Irush, jedoch bereits in Eniyas Rücken. Sie sieht den Krieger nur an, kein Wort kommt über ihre Lippen... aber das ist auch nicht nötig.


    Dann will sie ohne noch etwas zu erwidern, das Separee zur Gänze verlassen.

  • Mit einem seltsamen Gefühl im Bauch sah Eniya die beiden dort zusammen stehen. Erst jetzt begriff sie wirklich, wie ähnlich sie sich waren. Zwei Kinder der Schatten.


    Schnell wandte sie den Blick ab und begann stattdessen in ihrer Tasche zu kramen.