Ancalimas Baum

  • Ein kleines Stückchen entfernt vom Teich an den Ruinen der alten Komturei ist mit Hilfe der mondelbischen Former und aus dem Willen des Waldes selber heraus eine Wohnstatt für seine Hüterin entstanden.
    Vom Boden aus ist nicht unbedingt zu erkennen, daß die Stämme ein Haus tragen.

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • in dem geräumigen Baumhaus saß Ancalima am Fenster des Wohnraumes. Die Bank unter dem Fenster war mit Decken und Kissen ausgelegt sodaß man die Aussicht auf einen weiten Teils des Waldes bis hin zum See genießen konnte. Das Blatt in ihren Händen betrachtend saß sie über der Urkunde zur Botschafterin und dachte mehr über die Umstände der letzten beiden Tage nach, als das sie den Worten ein Augenmerk schenkte...*Luxburg...die Sachlage die ihnen bevorstand machte ihr Angst...wenn der Lettow Pass bereits von den genannten Wesenheiten eingenommen ist werden sie die Gegend besser kennen als wir...das wird eine verdammte Falle werden...Ich wünschte Cameron würde endlich mit der Nachricht über die Gespräche des Konvents hier eintreffen, die Aussagen des amonlondischen Schmieds waren mehr als dürftig...*

  • einige Monde später...
    Schnell kratzte die Feder über das kunstvoll verzierte Blatt in eiligen Zeilen verfasste Ancalima ihre letzte Hoffnung nach dem Aufenthalt am Lettow Pass...noch immer hatte ihr Auge nicht die völlige Sehkraft wieder erlangt...noch immer nagte der immense Verlust ihrer Kräfte an ihren Gliedern...so nahe dem Ende und doch verdammt diesem aussichtslosen Debakel gegenüber zu treten schrieb sie die letzten Zeilen, faltete und versiegelte den Brief. Eine Weile ruhte er in ihren gefalteten Händen an ihrer Stirn bis sie sich letztlich aufraffte um den Brief nach Pandor zu bringen...

  • Sobald sie spürte, daß Ancalima sich wieder im singenden Wald aufhält, tragen ihre Füße Kassandra wie von selbst die Nordstraße entlang, bis zu dem kleinen Pfad, der ins Zentrum des Waldes führt. Unter dem Hausbaum hält sie an und legt den Kopf in den Nacken.
    *Gwathel*

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • Eine Stimme bestätige das Gefühl das sie davon abhielt aufzubrechen, sie schaute hinunter sah Kassandra und das erste Lächeln seit Luxburg huschte über ihre Lippen. "Komm herauf Gwathel" sie wies auf die Stufen die gut verborgen hinter dem Geäst um den Baumstamm empor führten.

  • Gerade als Kassandra die ersten Schritte auf den Baum zumacht, tritt eine dritte Person hinzu, die sich zuerst im Hintergrund hält. Ein Zögern.
    Sie hat bereits Besuch.
    Die Wegbeschreibung der Former hat sie hierher gebracht. Noch bleibt sie stehen, aus Respekt. Denn sie will nicht stören und Kassandra und Ancalima kennen sich deutlich länger als sie die beiden zusammen.
    Nein. Besser jetzt.
    Entschlossen tritt sie auf den Baum zu.
    "Kassandra. Ancalima." Eine angedeutete Verbeugung zu den beiden Frauen begleitet die informelle Begrüßung.

  • Kassandra seufzt unhörbar. Hinauf... nun gut.
    Sie steigt den Baum hinauf, bis zu Ancalimas Behausung.
    Sorge steht in ihrem Gesicht geschrieben und überwindet die Abneigung vor der Höhe. Eigentlich hätte sie Ancalima lieber allein gesprochen doch auch mit Ivoreths Anwesenheit läßt sich vielleicht herausbekommen was geschehen ist, was sie gespürt hat.
    Oben angekommen nimmt sie Platz und kommt, angespannt wie sie ist, sofort zur Sache.
    "Was... ist passiert?"
    'Was habt ihr angestellt?', wäre die Frage gewesen, die sie eigentlich hat stellen wollen.

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kassandra ()

  • Ein mildes Lächeln streift über ihre Lippen..."Wenn ich deine verbale Frage beantworte Gwathel :"Nicht viel"...deine geistige Stimmung fordert aber eher die Antwort: "Die Unterwelt zum Tode verurteilt!." Ihr Blick fiel auf Ivoreths Arm und dann prüfend in ihr Gesicht. Ihr Blick heftete an ihren Augen als sie weiter zu Kassandra sprach:" Ich denke für deine Fragen haben sich genau die richtigen hier zusammen gefunden..sofern du sie tatsächlich beantwortet haben möchtest?" Ihr Blick wanderte langsam zu Kassandra und ein Anflug von Eiseskälte, ob der geschehenen Dinge, lag für einen kurzen Augenblick darin...


    Sie wies auf breite Baumstücke die aus dem Boden emporwuchsen und Sitzplätze um einen ebenso geformten Tisch bildeten. Sie waren bequem mit Kissen und Decken bestückt auf dem Tisch stand eine Kanne mit dampfendem Tee, warm gehalten durch eine Behältnis mit Kerze unter der Kanne. Sie reichte ihnen Becher und stellte eine Schale mit Trockenfrüchten und weichen Keksen hinzu. "Nehmt euch...es ist schön wieder zu Hause zu sein"

  • Die Fischerin lässt ihren Blick umherschweifen, als sie in der eigentlichen Behausung angekommen ist. Einige Formen sind ihr sehr vertraut, lassen sie erkennen, dass Echadith an der Arbeit beteiligt gewesen sein müssen.
    Mit einem dankenden Nicken nimmt sie Platz und schweigt vorerst, lässt Ancalima die Frage beantworten. Sie trägt langärmlig, wie so oft die grüne Arbeitskleidung, welche mit den breiten Lederbändern an den Armen umwickelt ist, um zu garantieren, dass nichts im Weg ist. Hier trägt sie wieder ihr Netz über der Schulter.
    Ancalimas Blick lässt sie etwas fragend den Kopf seitlich legen. Dann versteht sie, lächelt aber nur kurz ruhig. Das Verfluchen der Unterwelt lässt sie dann kurz amüsiert grinsen.
    Den Tee nimmt sie dankend entgegen und schließt gleich ihre Finger um die Tasse.

  • Ancalimas Andeutung einer Antwort trägt nicht dazu bei, Kassandras Anspannung zu verringern, im Gegenteil.
    "Sonst würde ich nicht fragen", sagt sie und läßt sich auf dem angebotenen Sitz nieder. Nach Essen und Trinken ist ihr grade gar nicht, also spielt sie nur damit herum und wartet auf die Eröffnung der Elben.

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • Sie dachte einen Augenblick still nach und betrachtete den Brief der noch in ihren Händen lag. "Eigentlich steht hier alles was du wissen solltest, ich habe vor dir keine Geheimnisse ob das dich erfreut oder nicht..." Sie reichte ihr den Brief und gab auch Ivoreth zu verstehen ihn zu lesen. "Dich betrifft mein anliegen gleichermaßen..."

  • Kassandra betrachtet das Papier mit gerunzelter Stirn und beginnt dann zu lesen.
    Je weiter sie kommt desto mehr verliert ihr Gesicht an Farbe, sie schüttelt den Kopf fährt sich durch die Haare.
    "Ancalima.... was TUST du!?"
    Fast schon Verzweiflung steht in ihren Augen als sie aufblickt, einen Funken Verstand in den Augen der Schwester sucht.
    "Du hast Ivoreth da reingezogen? Wo soll das hinführen?!?"

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kassandra ()

  • Ihr Ausdruck gewänn an Schärfe "Nein...Gwathel!...dieser verfluchte Veladriv hat sie in die Fäden seiner Machenschaften eingesponnen...ich dachte er sei tot....Sie ist nur sein neues Opfer um meine Qualen zu verlängern..." Sie war unterdess aufgesprungen und wanderte unruhig im Raum auf und ab..."und all das nur weil diese machtgierige kleine Made einen Weg zu seinem Ruhm sucht..." Sie hockte sich vor Kassandra und legte ihr sanft eine Hand auf das Bein, in ihrem Blick stand ein Flehen nach Verständnis, leise und bitter sprach sie weiter "Veladriv war derjenige der mir damals in nur einer Nacht all das antat was hundert Kriege kaum bewirken könnten"...sie schnaubte kurz und ein Schauer schüttelte sie bei dem Gedanken an die Stunden bei ihm, Kassandra konnte in diesem Augenblick einen Hauch von jenem Empfinden was Ancalima durchfuhr Ekel, Abscheu, grenzenloser Schmerz, Verzweiflung und dann war da nur noch abgrundtiefer eiskalter Haß...von dem man nicht glaubte das solch ein todbringendes Gefühl in einem lichten Geist verweilen könnte "...und seine Rache hat noch kein Ende gefunden...damit, das er damals um mich, SEIN Opfer gebracht wurde...damit, das Chath seinen Bruder tötete um mir zur Freiheit zu verhelfen, habe ich seinen Haß nur noch mehr geschürt und er wird erst dann enden wenn er seinen letzten Atemzug auf Eas Anlitz tut...Ivoreth wird erst der Anfang sein, seine Worte waren sehr klar...die Götter allein Wissen was noch folgen mag über die Verbindung die er ihr auferlegt hat..." Ihr Blick wanderte, mit schlechtem Gewissen behaftet, zu Ivoreth.

  • Kassandra stützt die Stirn auf die Handflächen.
    "Ancalima, löse dich davon. Das ist Wahnsinn... Wer wird der nächste sein? Du verstrickst dich immer weiter in diese Sache..."

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • Vorerst sieht die Fischerin ruhig zu. Kassandras Ausbruch lässt sie die Brauen heben, aber noch schweigt sie, da Ancalima sofort einspringt und die Situation weiter erläutert. Da die Waldelfe sich von selber zu beruhigen scheint, hält sie es bis dahin auch nicht für notwendig, Einwände zu erheben. Sie überfliegt den Brief, runzelt einmal die Stirn.
    Aber dann, als eine kleine Pause zwischen den beiden Damen entsteht, wirft sie ruhig aber nicht mit überzogen wirkender Überzeugung ein: "Kassandra, sei unbesorgt. Wie Ancalima sagte, war sie daran vollkommen unbeteiligt. Dieser vermutliche Gesichtslose hat dies mit der vermutlich alleinigen Zielsetzung getan, um ihr weiteres Leid zuzufügen. Mache dir nicht zu viele Gedanken: Wir wissen damit umzugehen."
    Und an Ancalima wendet sie sich mit einem privateren Gedanken: *Wobei das Umgehen auch darin besteht, dass ich mich eigentlich zur Zeit im Tempel aufhalten sollte. Der auch dir offen steht.*
    Sie hebt den Brief nun hoch und blickt Ancalima dabei streng an. Es ist eines der wenigen Male, dass man ihr etwas mehr Alter anmerkt. "Ich bin von dieser Idee keineswegs begeistert, werde dich davon wohl oder übel aber nicht abhalten können. Allerdings bitte ich dich darum, meinen Namen aus dem Schreiben zu lassen. Diesen felahîn ist nicht zu trauen, gleichgültig wie liebenswert sie sich geben."

  • "Ihr wißt damit umzugehen!?!"
    Kassandra schaut die kleine Elbe entgeistert an.
    "Ja, ich seh ganz deutlich wie wunderbar ihr damit umgehen könnt!"
    Ihre Stimme trieft jetzt vor Sarkasmus.
    "Wie bedauerlich, daß ich nie alt genug werden werde um so großartig damit umgehen zu können wie ihr!"
    Wütend springt sie auf und wendet sich der Treppe zu.


    Sie will dem Problem ihrer Schwester nicht den Rücken kehren, aber ausgeschlossen zu werden, wieder einmal, ist jetzt mehr als sie ertragen kann.
    Das Gefühl wird auch zum Teil in den Worten transportiert, die sie Ancalima jetzt sendet.
    *Gwathel... Vergiß nicht, daß deine Verantwortung hier liegt, nicht in Luxburg. Hier, in diesem Wald. In Amonlonde. In Montralur. Du bist nicht entbehrlich...*

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kassandra ()

  • Beinahe ist Ivoreth versucht nach Kassandras Handgelenk zu greifen, um sie zurück zu halten. Sie streckt immerhin ihre Hand aus und ihr Blick liegt in ungewohnter Strenge auf der Schankmaid. Ihre Stimme bleibt gesenkt: "Umgang definiert einen Zustand, in dem man sich den Konsequenzen seiner Taten bewusst ist. Ob diese Entscheidungen klug und nachhaltig sind, sei dahingestellt. Allerdings ist Sarkasmus keine hilfreiche Arbeitsweise, wenn du Ancalima unterstützen möchtest."
    Sie nickt auffordernd mit einem doch durchaus Respekt zollenden Blick in Richtung des Sitzplatzes zurück.
    "Falls du also in irgendeiner Weise schankmaidsche Ratschläge geben möchtest, dann tu das.. Eine Meinung mehr kann nie schaden, solang sie nicht in Zorn gesprochen wird."