• Im Zentrum des singenden Waldes, zwischen den feuergeschwärzten Ruinen der ehemaligen Komturei Arakurs hat sich ein kleiner See gebildet. Gespeist vom vormaligen jetzt geborstenen Brunnen dient er den Tieren, die sich in den letzten Jahren im Wald angesiedelt haben als Wasserquelle und einem Schwanenpaar als Wohnung.
    Sein Wasser bleibt auch im Winter eisfrei und weder liegt an den Ufern Schnee noch verlieren die Bäume um ihn herum ihr Laub.
    An diesem Ort ist das Lied des Waldes am deutlichsten zu hören, getragen vom Hauch des Windes, dem Plätschern des Wassers und dem silbrigen Flüstern der Blätter.

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • Alanis, die schon den ganzen Tag nach dem Manöver in seltsamer Stimmung ist, hat sich irgendwann entschlossen, den Brennenden Tisch zu verlassen und ein wenig spazieren zu gehen. Nach dem Gang über den Marktplatz, wo sie sich etwas zu Essen gekauft und es in ihrer Umhängetasche verstaut hat, macht sie sich auf zum Singenden Wald. Der Gang durch den in diesem Frühjahr neu erwachenden Wald nötigt ihr ein Lächeln ab und das gute Wetter, das sogar hin und wieder etwas Sonne verschenkt, hebt ihre Stimmung. Als sie am See ankommt, klettert sie auf den großen Stein, der im Wasser liegt, zieht die Schuhe aus und hängt die Füße in das klare, eiskalte Wasser. Einige kleine Steine aufklaubend, die auf dem großen Stein liegen, lässt sie den Blick über die Szene schweifen. Dann beginnt sie, die Steine in den See zu werfen. Plopp. Plopp. Plopp.

  • Gestern hatte Damorg seinen Kammeraden noch von dem singenden Wald erzählt, jedoch hatte er nicht gedacht das er selbst bereits am nächsten Tag dort spazieren gehen würde. Der Priester war sehr froh darüber nicht sofort wieder aufbrechen zu müssen, auf der anderen Seite sehnte er sich nach seinem eigenen kleinen Zimmer im Tempel, welches er nicht mit einem Haufen von Gardisten Teilen musste. Nachdem er früh aufgestanden war, weil er die stickige Luft nicht mehr ausgehalten hatte, lief er eine Weile ziellos durch die Starßen der Stadt bis es ihn in die Wälder trieb. Nun war er hier. Immer weiter war er dem Klang der Stimmmen gefolgt und hatte die Ruinen aufmerksam passiert. Bis er in einiger Entfernung eine Gestalt auf einem Stein sitzen sah. Ob es sich dabei wohl um einen der Elfen handelte?

  • Ein weiterer Stein, der vorletze, fliegt ins Wasser. Leider mit der schroffen Geste auch Alanis Hut, den sie sich damit selbst vom Kopf reißt. Betrübt und verdutzt schaut die Priesterin ins klare Wasser, wo das gute Stück aufgrund der schweren Brosche daran langsam versinken.


    "Na ganz toll" , murmelt sie und versucht, kritisch abzuschätzen, wie tief der See an dieser Stelle sein mag und wie schlammig der Grund.

  • Damorg nährte sich weiter der Gestalt. Angst hatte er keine, einige der Elfen hier hatte er bereits getroffen und so schlenderte er gemütlich weiter in die Richtung der Person. Erst als er etwas näher kam und die Person erkannte, musste er leicht den Kopf schütteln. Eigentlich wollte er erst bei der Dämmerung in den Brennenden Tisch gehen und hatte gehofft sie dort anzutreffen. Seine Schritte beschleunigten sich etwas.

  • Alanis unterdes beschließt, den kurzen Gang in den See zu wagen. Das Wasser sah an dieser Stelle wirklich nicht allzu tief aus, sie würde wohl nur bis zu den Knien einsinken - hofft sie zumindest. Einen Ast von einem der Bäume in der Nähe des Sees zu brechen, um damit nach dem verlorenen Gut herumzufischen, kommt ihr wie ein Sakrileg vor, daher verwirft sie den Gedanken rasch wieder. Also steht sie auf, nimmt ihre Schuhe zur Hand und will von dem Stein wieder an das begraste Ufer treten, als sie merkt, dass sie nicht alleine ist. Ein Lächeln geht über ihre leicht angespannte Miene, dann macht sie den Schritt von dem kleinen Felsen - oder großen Stein, ganz wie man es sehen will - und kommt Damorg, noch immer leicht humpelnd, einige Schritte entgegen.


    "Guten Morgen."

  • Damorg muss schmunzeln und nickt ihr dann freundlich zu.


    "Guten Morgen die Dame, was treibt sie denn zu dieser Stunde in den Wald?"


    Sein Schritt hatte sich noch ein wenig beschleunigt. Am gestrigen Abend hatte er sich verkneifen müssen ihr nicht zu nah zu kommen. Thersietes hatte so schon sein Maul zu weit aufgerissen.

  • "Zerstreuung suchen", gibt Alanis in leichtem Tonfall zurück. Die Wärme ihres Lächelns hat unterdes ihre Augen erreicht. Sie wirft ihre Schuhe recht achtlos zur Seite ins Gras. "Und Du? Priesterinnen suchen?"


    Ihre Arme sind schon halb angehoben, um ihn zu umarmen und umarmt zu werden, was sie für einige Zeit hatte missen müssen und am Vorabend nicht gekonnt hatte.

  • "Nein ich habe etwas frische Luft gebraucht, mit dem ganzen Haufen in einem Raum zu schlafen ist..."


    Als er bei ihr ankommt unterbricht er seine Worte und umarmt sie.


    "Und was musst du zerstreuen?"


    Fragt er sanft, während er sie immer noch festhält, als wolle er sie garnicht mehr los lassen.

  • Alanis muss lachen.


    "Na, wenn Du eher frische Luft als mich gesucht hast, kann ich ja wieder gehen."


    Leicht neigt sie den Kopf vor, um ihn zu küssen. Seine Frage lässt sie unbeantwortet, sondern erzählt stattdessen:


    "Also, ich würde wohl erst einmal in's Wasser gehen müssen. Da liegt meine Mütze."


    Ihre in einen lockeren Zopf geflochtenen Haare werden gerade tatsächlich von dem durch die Bäume rauschenden Wind, der eine leise Melodie heranträgt, zerzaust.

  • Er räusperte sich.


    "Du bist eine freie Frau, allerdings würde ich das sehr bedauern, wenn du jetzt schon wieder gehen würdest."


    Der Priester entfernt sich mit seinem Oberkörper etwas, bleibt aber in der Umarmung, sein Blick wird tadelnd, jedoch ist es nicht zu übersehen das er dies nur spielt.


    "Was hast du jetzt schon wieder gemacht?"

  • "In bester kindischer Tradition Steinchen geworfen, dabei ist sie reingefallen. Und nein, ich hab meine Mütze nicht mit einem Stein verwechselt."


    Alanis seufzt leise, nicht wirklich wegen der Mütze, und lehnt ihre Stirn gegen seine.


    "Ich hab nicht vor zu gehen. Wieviel Zeit hast Du heute für mich?"

  • "Dann sollte ich mich wohl um dieses kleine Problem kümmern, immerhin kann ich meine Hosen nach oben krempeln und muss mir meine Sachen nicht nass machen."


    Er gibt ihr noch einen kurzen Kuss und beginnt dann langsam sich aus ihrer Umarmung zu lösen.


    "Ich denke Das sich heute Tarant und Darius um den Schutz der Exzellenz kümmern. Heute Abend musss ich mich nur darüber erkundigen wie es mit dem morgigen Tag aussieht."

    Ich hab keine Neurose, es ist nur.. TRITT NICHT AUF DIE FUGE!!!!

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  • "Röcke kann man auch heben -." Alanis entlässt Damorg ein wenig widerstrebend aus ihren Armen und grinst ihn an. "Allerdings sähe das wohl unzüchtiger aus als bei Dir. Und wer weiß, ob die Mondelben gerade mal wieder spazieren gehen."


    Sie humpelt hinüber zu dem großen Stein und stellt sich wieder darauf.


    "Hier ist sie. Keine Ahnung, wie tief es hier ist. Und da ich nicht schwimmen kann -."


    Erwartungsvoll und mit einem schalkerfüllten Blick schaut sie ihn an.

  • Damorg seufzt und muss grinsen, mit einem erneuten Kopfschütteln zieht er die Stiefel und Strümpfe von den Füßen und beginnt die Hosen nach oben zu krempeln.


    "Was ich nicht alles für dich mache. Aber wenn ich mich für dich mit einer Horde Orkas anlegen würde, sollte das hier auch kein Problem sein."

  • "Mein Held." Alanis lächelt leicht und setzt sich ein wenig umständlich wegen des schmerzenden Knies wieder hin, die nackten Füße ins Wasser tunkend. "Sag mal, was hat Thersites eigentlich gesagt, als wir zusammen aus der Taverne gegangen sind?"

  • Als Damorg in das kühle Wasser steigt verzeiht er kurz das Gesicht. Mit jedem Schritt den er vorsichtig macht sinkt er tiefer in das Wasser, als er die Mütze erreicht haben sich seine Hosenbeine doch mit Wasser voll gezogen. Mit einer Hand zieht er die Tunika am Arm hoch und mit der anderen greift er nach der Mütze im klaren Wasser. Als er sie tropfend aus dem Wasser hielt war er sie Alanis zu und musste grinsen.


    "Bitte die Dame. Er hat nur seine üblichen Sprüche gerissen, sonst nichts. Das er damit einen Volltreffer gelandet hat weiß er nicht."

  • Alanis, die nicht nur Königin der Selbstverletzung, sondern auch die Königin des Nicht-Fangen-Könnens ist, bekommt die Mütze natürlich nicht zu fassen und so klatscht sie ihr auf die Bluse, wo sie einen nassen Fleck hinterlässt. Sie quietscht kurz, als ihr Wassertropfen über Hals und Dekolltee rinnen, in die Bluse laufen und kalt zwischen ihren Brüsten verschwinden.


    "He!" Sie lacht auf und überlegt kurz, zurückzuwerfen, doch sie entscheidet sich dagegen und pflückt die grüne Mütze von ihrem Busen, um sie auszuwringen. "Was genau hat er gesagt?"

  • Damorg läuft langsam wieder aus dem Wasser und steigt dann neben Alanis auf den kleinen Fels. Mit der Hand zeigt er neben sie.


    "Darf ich?"


    Er wartet keine Antwort ab und setzt sich. Nun mussten seine Füße erst einmal trocknen.


    "Es war ein dreckiges Lachen und so etwas wie Jetzt gehts aber los. Also die gleichen blöden Sprüche wie immer."

    Ich hab keine Neurose, es ist nur.. TRITT NICHT AUF DIE FUGE!!!!

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  • Alanis kichert leise.


    "Ah, sehr gut, also wird ihn keiner Ernst nehmen."


    Sie wartet, bis Damorg wieder halbwegs trocken ist, dann lehnt sie sich an seine Schultern und nimmt seine Hand in die ihre, ihrer beider Finger miteinander verschränkend.


    "Was machen Deine Schultern, mein Herz?"