Das provisorische Botschaftsgebäude der Republik Amonlonde

  • Zentral gelegen in der südlichen Unterstadt liegt das hübsche Fachwerkhaus, in dem bisher die Töpferwerkstadt Arthur Mendel untergebracht war. Mendel war vielleicht ein Jahr nach der Gründung von Renascân aus dem tempturischen Nilfheim hierher gekommen und war, so munkelte man, einigermaßen wohlhabend. Das Haus war entsprechend gut in Schuss: Klein, aber durchaus fein. Eine ganze Zeit lang hing an der Tür ein Schild "Bis auf weiteres geschlossen".


    Nunmehr wurde es ersetzt durch ein anderes Schild: "Botschaft der Republik Amonlonde".


    Siehe auch...Gesamter Stadtplan von Renascân

  • Die beiden Männer und die Frau werkelten schon seit einigen Tagen am Haus herum: Offenbar wurde es innen und außen auf Hochglanz gebracht. Schließlich wurden draußen zwei Schilder angebracht:


    Auf dem einen war zu lesen "Botschaft der Republik Amonlonde", darunter hing ein kleineres, das wohl eher übergangsweise gedacht war "Eröffnung in Kürze!"

  • Eine kleine Gruppe kommt vor der werdenden Botschaft an: Kassandra und Bellaria mit Kassandra Kindern.
    Interessiert betrachtet die Schankmaid das Gebäude von außen.
    Sie weiß nicht so ganz was sie erwartet hat.
    "Mama, was ist eine Botschaft?", fragt Ancale.
    "Hm... Das ist ein Haus in dem... zum Beispiel in Renascan Leute aus Amonlonde sind und mit dem Procurator über Amonlonde reden können."

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • "Müssen wir dann jetzt mit dem Pro...cu... über Amonlonde reden?", fragt Ancale.
    "Nur wenn er herkommt, Schatz", antwortet Kassandra.
    Sie klopft an die Tür.
    "Jemand da?"
    Wollte nicht Tamian den Posten als Botschafter? Oder hatte er nur dem Procurator die Botschaft aus dem Kreuz geleiert.
    Sie hatte jedenfalls nichts davon gehört, daß ein Botschafter für Magonien Amonlonde bereits verlassen hätte. Wobei sie einige Wochen nicht zuhause gewesen war. Also... wer weiß

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • Die Tür öffnet sich und heraus schaut ein älterer Mann mit grauem Schnauzer und etwas staubbedeckter Halbglatze. Seine Kleidung, sehr einfach gehalten, ist ebenfalls etwas staubig - falls man darauf achten sollte


    "Ja, bitte?"

  • Auch Bellaria fragte sich, ob die Botschafter überhaupt schon besetzt war. So wartete auch sie gespannt auf eine Reaktion.
    Pro-cu-ra-tor, Ancale. Das ist so ähnlich wie der Katschmarek, also dein Papa. Nur das wir drei davon haben. Also, nicht Papas, sondern Katschmareks. Einen Procurator, Emerald di Lorenzo, eine Procuratorin, Chiara Marie Maillard de la Tour des Roses und einen Präfekten, Takis Haborym.
    Die Principal ist noch in der Erklärung mit dem jungen vertief, als sich die Tür öffnet, sodass sie davon im ersten Augenblick nichts mitbekommt.

  • Ancale hört erstaundt zu - drei Katschmareks...
    "Warum braucht ihr drei?", fragt er.
    Kassandra hört Bellarias Erklärung zu, aber sie ist nicht zu gefangen um zu bemerken, daß die Tür aufgeht.
    "Guten Tag", grüßt sie den Mann freundlich.
    "Mein Name ist Kassandra Damar. Wir sind gekommen um zu sehen wie weit die Botschaft ist."

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • "Die Finfe zum Gruß! Rischdisch seid Ihr hier. Dess soll emol die Botschaft vunn Amonlonde werre, aber noch is des nur e Bauschtell. Zumindeschd do drinn do. Mir mache grad die Möwwel."
    Etwas irritiert kratzte sich der Mann am Kopf.

  • Warum wir drei brauchen? Das ist in Magonien so Tradition. Das heißt, dass man das hier schon immer so gemacht hat. Aber wahrscheinlich, weil es ganz viel Arbeit gibt, die die drei machen müssen und zu dritt geht das einfacher als alleine. Dein Papa hat ja auch immer ganz viel zu tun.
    Nun bemerkte die Bardin auch den Handwerker und nickte zur Begrüßung. Aufgefallen war er ihr jedoch bis jetzt noch nicht, obwohl die Siedlung nicht allzu große war.

  • "Joo, do seid ihr zu frieh droh. Neigugge? Awwa sgibbd doch gar nix zu seh! Wenn do jeder kumme wird und eh mohl do nei schaue wollt, dann würde mir jo gar ne meh zum Schaffe kumme!"
    Der Mann schien nicht zu wissen, wer vor ihr steht. Trotz des Gebrummels machte er keinen allzu unsympathischen Eindruck.

  • Kassandra lächelt den Mann an.
    "Sicherlich", stimmt sie ihm freundlich zu. "Aber wenn die Frau des Katschmarek von Amonlonde einen kurzen Blick in die unfertige Botschaft werfen möchte dann wird das doch sicher zu machen sein? Ich will euch auch gar nicht lange aufhalten..."
    Ein bittender Augenaufschlag.

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    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • Es dauerte einige Augenblicke, bis der Mann die Information begriffen hatte.
    "Katschmarek vunn Amonnlonnde. Die Fraaa vumm Katschmarek. IHR seid die Fraa vumm Katschmarek? Nadierlisch defft ihr dann do eh mohl nei gugge. Awwas isch escht noch nedd feddisch, gell? Dess wedd noch hibscha wern. Mir mache grad die Mewwel feddisch. Sisch a staabisch grad, des sieht ma jo an mir. Awwa kummt na noi."
    Plappernd lief er voran und erzählte, was sie gerade machen, was noch geplant ist und so weiter.

  • Kassandra folgt dem Mann hinein und versucht gleichzeitig, die Kinder davon abzuhalten, wildes Chaos auf der Baustelle anzurichten und den Ausführungen in tiefstem Dialekt zu folgen.
    Viel ist wirklich noch nicht zu sehen, aberanhand dessen was sie sieht kann sich die Schankmaid recht gut vorstellen, was einmal aus diesem Gebäude werden wird.
    Lange dauert die Führung nicht und schließlich dankt Kassandra dem Mann und tritt mit Bellaria und den beiden völlig eingesauten Kindern wieder auf die Straße.

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    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • Auch Bellaria hatte interessiert den Ausführungen des Mannes gelauscht, auch wenn sie recht einfach und kurz gehalten waren. Schließlich waren sie nur hier, um die Inneneinrichtung anzufertigen, mehr wussten sie nicht. Manche der Handwerker kannte sie sogar noch vom Akademiebau und grüßte diese freundlich. Doch bald waren sie auch schon wieder vor der Tür, nachdem sie sich von den Männern verabschiedet hatten.


    So. Jetzt hast du die Botschaft gesehen. Es fehlt also nur noch ein wenig Zeit und ein Botschafter. Weißt du, wer den Posten bekommen soll?
    Wo möchtest du als nächstes hin?

  • "Als ich aufgebrochen bin stand noch niemand für den Botschafterposten in Renascan fest", antwortet Kassandra.
    Sie klopft Ruth und Ancale oberflächlich sauber.
    "Vielleicht sollten wir jetzt wasmachen was den Kindern Spaß macht?", schlägt sie dann vor. "Zum Meer?"

    Vergiß nie...
    daß die Erde sich danach sehnt von deinen bloßen Füßen berührt zu werden,
    und daß der Wind es liebt in deinem Haar zu spielen

  • Nach dem Gespräch mit Emerald zieht sich Malglin für diesen Tag in die Amonlondische Botschaft zurück.


    Obwohl noch kein offizieller Botschafter ernannt wurde, ist das Häuschen fertig und wartet auf seinen Erstbezug. Aktuell halten zwei Schreiber den eher beschauchlichen Betrieb aufrecht.


    Malglin lässt sich erst rumführen und bezieht im oberen Geschoss das Schreibzimmer und ein Schlafzimmer.

    Leb wohl - alter Mann. Wir hatten es nicht immer einfach, aber ich vermisse dich furchtbar.

  • Wie es der Procurator vorrausgesagt hatte dauerte es noch einen weiteren Tag bis der Ritter Enoshs seine Delegation aus Weltenwacht wieder zurück in die Festlandpräfektur geführt hatte.


    Seinen Knappen hatte er in den Rümlichkeieten des Präfekturgebäudes zurück gelassen, die ihnen dort zugeteilt waren. Veit heilt es dringend für nöttig, dass der junge Mann in seinen Diensten etwas Zeit dafür bekam das Erlebte zu verarbeiten. Doch waren die vergangenen Tage auch an ihm nicht spurlos vorbeigegangen. Er hatte zwar wieder ordentliche frische Kleidung angelegt, unter anderem eine blau, schwarze Chaperon welche seinen Kopf bedeckte, doch konnte diese nicht über die blasse Hautfarbe und die tiefen Augenringe in seinem Gesicht hinwegtäuschen.


    Er war dem Schreiben, welches er auf seinem Schreibtsich gefunden hatte sofort nachgekommen.


    Mit seinem Schwert in der Scheide welche er sich umgegürtet hatte, klopfte er an die Tür der Botschaft, nachdem er sein Kreuz noch einmal durchgedrückt hatte um gerade vor der Tür zu stehen.